Rechtliche Grundlagen

rechtliche Grundlagen der SexarbeitIn Deutschland versucht man die Prostitution bzw. Sexarbeit als legale Erwerbstätigkeit gleichzustellen.

Dabei sind natürlich auch rechtliche Grundlagen dieser Form der Sexarbeit zu berücksichtigen.

Die Legalisierung wird im Prostitutionsgesetz (ProstG) verankert. Allerdings ist die Prostitution mit Personen unter 18 Jahren unter Strafe gestellt.

Mit Hilfe der Rechtsverordnungen können zudem Verbote erteilt werden. Diese können aussagen dass die Prostitution an einem bestimmten Ort oder zu bestimmten Tageszeiten untersagt ist.

Grundsätzlich machen sich Prostituierte strafbar, wenn sie ihrer Tätigkeit in der Nähe von Schulen und anderen Örtlichkeiten, die von Jugendlichen und Kindern besucht werden, nachgehen. Auch in einem Haus in dem Minderjährige leben, darf die Prostitution nicht ausgeübt werden. Ausnahmen gelten nur sofern die Kinder und Jugendlichen durch die Ausübung der Tätigkeit nicht sittlich gefährdet werden.

 

Freiheitsstrafen im Zusammenhang mit der Prostitution

Ebenfalls können in Deutschland Freiheitsstrafen im Zusammenhang mit der Prostitution verhängt werden. Dabei gelten folgende Regelungen:

  • Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe winken dem, der Personen unter 18 Jahren zur Prostitution bestimmt oder diesen durch Vermittlung Vorschub leistet (§180 Abs. 2 StGB).
  • Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe können anfallen, wenn Personen unter 18 Jahren die Wohnung, eine Unterkunft oder auch der Aufenthalt gewerbsmäßig überlässt (§180a StGB).
  • Bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe drohen Prostituierten die ihre sexuellen Leistungen gegen Entgelt an Minderjährige erbringen und selbst über 18 Jahre alt sind (§182 Abs. 1 Nr. 1 StGB)
  • Sollte die Person gar unter 14 Jahre alt sein, so können laut §§ 176 und 176a StGB Mindestfreiheitsstrafen von zwei Jahren und in schweren Fällen von fünf Jahren verhängt werden.

Seit 2008 ist es zudem strafbar, Personen die 16 oder 17 Jahre alt sind für sexuelle Dienstleistungen zu entlohnen. Erst am 06. November 2008 wurde nämlich das Schutzalter von 16 auf 18 Jahre angehoben.

 

Krankenversicherung für Prostituierte

Krankenversicherung ProstituierteGrundsätzlich sind auch Prostituierte dazu verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen.

Dies geschieht in der Regel über die gesetzliche Krankenversicherung, wenn die Prostituierten angestellt sind oder scheinselbstständig für einen einzigen Auftraggeber handeln.

Wer sich als Prostituierte selbstständig machen will, benötigt eine Gewerbeanmeldung.

Theoretisch besteht auch die Möglichkeit sich privat krankenzuversichern. Allerdings kommt diese Variante in der Praxis kaum vor, da den privaten Krankenversicherungen die Risiken für diese Berufsgruppe zu hoch sind und sie die Antragsteller von daher ablehnen.

Kontakt