Sexarbeit

SexarbeitDer Begriff Sexarbeit ist einer der Oberbegriffe für die verschiedenen Tätigkeiten in der Sexindustrie.

Dazu zählen die Tätigkeiten von Prostituierten, Dominas, Pornodarstellern und Peepshowdarstellern, von Stripdancern und vielen weiteren.

Der Begriff Sexarbeiter entstand 1978. Carol Leigh hat den Begriff „sex worker“ in Umlauf gebracht.

Ziel war es, die Dienstleistungen im Bereich der Prostitution und andere mit Sexualität in Verbindung stehende Leistungen, nicht mehr mit einem negativen Touch zu versehen, sondern sie mit anderen Dienstleistungen gleichzustellen.

 

Definition von Sexarbeit

Klare Definitionen rund um die Sexarbeit sind derzeit kaum zu finden. Im Juristendeutsch wurde die Definition des Aushandelns und Erbringens sexueller Dienstleistungen definiert, die gegen Entlohnung erbracht werden. Kritiker führen dabei jedoch an, dass aus dieser Definition keine ausreichende Präzisierung auf Sexarbeit als Erwerbstätigkeit stattfinde.

In der Schweiz sieht es da schon anders aus. Hier wird derzeit darüber diskutiert, ein Gesetz über die Sexarbeit im Kanton Luzern zu verabschieden. Darin soll die Sexarbeit legalisiert werden. Die Rahmenbedingungen sollen für alle Beteiligten verbessert werden und die bekannten Ausbeutungssituationen sollen soweit es irgend möglich ist, vermieden werden. Zudem wird das Ziel verfolgt, dass Forderungen aus Sexarbeit sich besser einklagen lassen sollen.

Problematisch bei der hierzulande geltenden juristischen Definition ist, dass diese auch das gelegentliche Anbieten sexueller Dienstleistungen gegen Bezahlung beinhaltet. Dann kann von erwerbsmäßigen Ausübungen nicht mehr ausgegangen werden, so dass die Ansprüche auf das Entgelt relativiert würden.

 

Wie ist der Status Quo bei der Prostitution in Deutschland anzusehen?

ProstitutionIn Deutschland verfolgt man das Ziel die Prostitution zu entkriminalisieren.

Das Erbringen von sexuellen Dienstleistungen durch Sexarbeiter/-innen wird hierzulande nicht mehr als sittenwidrig angesehen, sondern als Erwerbsarbeit.

Dadurch ist auch die Werbung für Prostitution in den Medien erlaubt.

Allerdings finden die Besuche der Prostituierten in der Praxis weiterhin im Geheimen statt, da die Bevölkerung diese Form der Erwerbstätigkeit nach wie vor als anstößig empfindet.

Kritiker befürchten dass die Sexualisierung in der Gesellschaft durch die Legalisierung der Prostitution gesteigert wird, sich Geschlechtskrankheiten weiter ausbreiten und auch Ausbeutungen wie Zwangsprostitution vermehrt zunehmen werden.

Befürworter bemühen sich hingegen, die Prostitution als anerkannten Beruf hinzustellen, bei dessen Ausübung lediglich darauf zu achten ist, sich vor Berufsrisiken zu schützen.

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